Mobile Applikationen zu testen ist eine Herausforderung

Immer mehr Menschen surfen mit dem Handy im Web oder greifen unterwegs auf Applikationen zu. Ein grosser Schweizer Haushaltsgerätehersteller hat diesen Trend aufgenommen und arbeitet derzeit zusammen mit Experten der soultank AG an Lösungen für die mobile Nutzung von Dienstleistungen rund um ihre Haushaltsgeräte.

Mobilsoftware im Nutzertest

Mobiles Testen mit der Schwanenhalskamera

Mobiles Testen mit der Schwanenhalskamera

Im Herbst ’08 wurde im Usability Labor der soultank AG in Zug eine neue mobile Lösung des Haushaltsgeräteherstellers mit echten Benutzern und einem echten Handy getestet.

Die technische Herausforderung bei diesem Test bestand darin, mit einer leichten Schwanenhalskamera (siehe Abbildung) ein möglichst gutes Videobild vom Handybildschirm aufzuzeichnen, während die Testperson das Gerät in den Händen hielt. Die Bedienung des Gerätes durch die Testperson musste natürlich trotzdem normal möglich sein.

Live-Beobachtung beschleunigt den Entwicklungsprozess

Während des Tests wurde das Videosignal nicht nur aufgezeichnet, sondern zusammen mit dem Originalton und einem Videobild der Testperson in einen separaten Konferenzraum übertragen. In diesem Raum konnten die Auftraggeber den Bildschirminhalt des Handys und alle Bewegungen des Nutzers live auf einer Leinwand mitverfolgen.

Live-Beobachtung sind wahre Highlights in solchen Tests. Die Entwickler sehen oft zum ersten Mal, wie Nutzer mit dem Prototypen arbeiten. Die aus der Beobachtung gewonnenen Erkenntnisse fliessen nach dem Test sofort in den Entwicklungsprozess ein.

Mobile Anwendungen sind nicht mit PC-Software vergleichbar

Mobiles Testen mit der Schwanenhalskamera am Beispiel von iPhone Applikationen

Mobiles Testen aus der Sicht der Testpersonen

Firmen sehen sich bei der Entwicklung für Mobilgeräte mit neuen Anforderungen konfrontiert: Kleine Displays, verschiedene Eingabemöglichkeiten wie Tastatur, Finger, Stift oder Multitouch-Steuerung werfen die vom PC bekannten Bedienkonzepte über den Haufen. Bei innovativen Mobilprojekten ist es deshalb ratsam, die Bedürfnisse der Nutzer in allen Projektphasen genau zu kennen.

Mit Hilfe von Anforderungsanalysen, Tagebuchstudien oder Umfragen kennen alle Projektbeteiligten jederzeit die Anforderungen ihrer Zielgruppen. Prototyping-Methoden auf Papier, am PC und auf dem Mobilgerät helfen bei der Visualisierung und Fehlersuche und ermöglichen ein frühzeitiges Testen der geplanten Benutzeroberfläche mittels Usabilitytest.

Ein flexibles Labor ermöglicht innovative Tests

Testraum und Beobachtungsraum

Das Usability Labor der soultank AG mit Testraum und Beobachtungsraum

Die im Test verwendete Konfiguration mit Schwanenhalskamera und Videoübertragung war von soultank AG eigens für die Bedürfnisse von des Haushaltsgeräteherstellers entwickelt worden. Das Vorgehen ist ein Beispiel dafür, wie flexibel sich die vorhandene Laborinfrastruktur an die spezifischen Testbedürfnisse der einzelnen Kunden anpassen lässt.

Dies gilt nicht nur für den Videobereich, auch im Bereich der Tonaufzeichnung ist das Labor der soultank AG führend. Standardmässig steht die Möglichkeit bereit, Telefongespräche zusammen mit Videobildern aufzuzeichnen. Dies erlaubt Usability-Tests von interaktiven Sprachdialogsystemen via Telefon, sogenannte IVRs (Interactive Voice Response).

Durch die frühzeitige Qualitätskontrolle mit echten Nutzern wird die Entwicklung von innovativen Lösungen und Bedienkonzepten plan- und steuerbar. Hersteller profitieren von einer erfolgreichen Markteinführungen sowie grösserer Akzeptanz bei ihren Kunden und die Kunden selbst von besseren und vor allem nutzungsfreundlicheren Produkten.


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