Ist überall wo Design draufsteht, User Experience drin?

Therme Vals (Quelle: Truffer AG)
Bilder von Berg, Stein und Wasser hatte ich vor Kurzem im Kopf als ich zu einem Ausflug in die Therme Vals nach Graubünden aufbrach. Als ich nach einem Tag voller Entspannung und neuen Eindrücken nach Hause zurückkehrte, schwirrte mir der Begriff “User Experience” im Kopf herum. Hatte ich bei meinem Besuch nun eine positive User Experience erlebt oder nicht?
User Experience (übersetzt: Nutzungserlebnis) spielt meines Erachtens eine immer grössere Rolle dabei, ob Produkte und Dienstleistungen ein positives oder ein negatives Gefühl beim Benutzer zurücklassen. Dies hat wiederum direkte Auswirkungen darauf, ob selbige erfolgreich am Markt bestehen oder eben nicht.

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Auf Nummer sicher! – Eine SuisseID wird bestellt.
Sie ist immer häufiger Gesprächsstoff. Sie taucht immer mehr in den Medien auf. Unsere Kunden sprechen immer mehr von ihr. Die Rede ist von der SuisseID.

Post SuisseID Karte
Wir haben in Projekten damit zu tun und auch privat ist der elektronische Identitätsnachweis zunehmend ein Bedürfnis. Die Kunden unserer Kunden möchten sich in Webshops sicher einloggen und einkaufen oder Verträge rechtsgültig unterzeichnen. Ich als Privatperson möchte am Abend oder am Wochenende ein amtliches Dokument am Computer ausfüllen, signieren und per Mail an eine Behörde senden. Das wäre sehr viel komfortabler, als während den “offiziellen Öffnungszeiten” den Arbeitsplatz verlassen zu müssen, um durch endlos lange Amtshausgänge zu laufen und vor grossen schweren Türen zu warten, bis aus dem “Bitte warten” ein “Bitte eintreten” wird.

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Hausbesuche von Dr. Uhr
Intranet-Projekte sowie Felduntersuchungen und Arbeitsplatzanalysen bei Mitarbeitenden in Unternehmen, sind für uns Mitarbeiter der soultank AG alltäglich. Doch das Durchführen von Usability-Walkthoughs bei Testpersonen zu Hause kommt seltener vor.

Herr Dr. Uhr auf "Hausbesuch" © Mohr
Für ein Internet-Projekt, bei dem es um das Redesign eines spezifischen Teils einer grösseren Website ging, wurden vom Auftraggeber Usability-Walktroughs direkt bei den Benutzern zu Hause mit ihren eigenen Computern vorgeschlagen. Bei Usability-Walktroughs handelt es sich um Usability-Tests, bei denen der Testleiter in der Nähe der Testpersonen sitzt und sie beim Bearbeiten der Aufgaben beobachtet und allenfalls unterstützt.
Offen und innovativ, wie wir von soultank AG sind, haben wir diese spannende Aufgabe gerne übernommen.
Neben dem Testing war auch das Rekrutieren der Testpersonen ein Teil unseres Auftrags. Wir waren anfangs ziemlich skeptisch, ob die möglichen Testpersonen eine fremde Person, wie Herrn Dr. Uhr zu sich nach Hause lassen. Doch es hat erstaunlicherweise sehr gut geklappt!
Die einzelnen Tests waren insgesamt sehr spannend, denn auf den verschiedenen Computer-Systemen hat sich der zu testende Prototyp natürlich nicht immer gleich verhalten. Doch das bildet natürlich die Realität ab. Nach eigener Aussage empfanden die Testpersonen diese “Hausbesuche” als sehr positiv. Sie mussten nicht in unser Usability-Labor nach Zug reisen, sondern konnten es sich nach den Tests gleich wieder in den eigenen vier Wänden gemütlich machen.
Die Rolle als Testleiter fühlte sich etwas anders an. Im Gegensatz zu einem Testing in unseren eigenen Räumlichkeiten waren die “Hausbesuche” anstrengender, denn ich musste mich immer wieder auf eine neue Situation eingestellen.
Fazit des Projekts: “Hausbesuche” sind eine sehr gute Idee – insbesondere, wenn das zu testende System später effektiv im täglichen Gebrauch zu Hause verwendet wird. Entsprechend können wir für ähnliche Testings “Hausbesuche” als Testmethode empfehlen. Einen kleinen Wermutstropfen hat das Ganze natürlich schon: Da es nicht angebracht ist, auf den Computern der Testpersonen Programme zur Aufnahme von Bild und Ton für den Test zu installieren, können ausschliesslich die Notizen des Testleiters zur Analyse der Tests herangezogen werden.
Marcel B.F. Uhr
Corporate Identity/Corporate Design und User Experience
Sommerzeit ist Ferienzeit und auch ich konnte mir ein paar Tage frei nehmen und ins Ausland reisen. Als Fan vom Fliegen war es natürlich interessant zu sehen, was sich alles auf dem Flughafen Zürich so tummelt. Schön gestaunt habe ich, als ich die verschiedenen Flugzeuge der Air Berlin genauer angeschaut habe: Da gab es doch sage und schreibe drei verschiedene Designs (Siehe Bilder unten)

Eine Maschine war in dunkelrot gehalten und mit einem Logo mit grossen Buchstaben, eine Maschine in hellerem Rot mit einem Logo mit grossen Buchstaben und eine Maschine in hellerem Rot mit einem Logo mit kleinen Buchstaben.

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Multitouch in Usability-Tests
Touchscreens sind nicht erst seit dem iPhone bekannte Ein- und Ausgabemedien, doch seit dem iPhone und dessen Multitouchfähigkeit (Interaktion des Benutzers mit nicht nur einem Finger oder einem Stift, sondern gleichzeitig mehreren Fingern) haben sie enorm an Bedeutung gewonnen. Aus Benutzersicht sind Touchscreens eigentlich die bevorzugte Interaktionsform, da das Eingabemedium dem Ausgabemedium entspricht und so eine effektive “direkte Manipulation” möglich macht. Doch erst seit der Technologie des Multitouch entspricht das Touchscreen-Interface dem, wie der Mensch gerne mit solchen Systemen interagiert.

Interaktion mit dem Multitouch joojoo
Da Touchscreens und vor allem natürlich Multitouchscreens auch in unseren Projekten immer mehr an Bedeutung gewinnen, hat auch soultank AG sich eigene Geräte angeschafft. So hat z.B. der COO Daniel Gerkens sich ein iPad gekauft und zum “Rumspielen und Ausprobieren” wurde für die Firma ein joojoo gekauft. Das joojoo ist ein 12.1 Zoll grosser Tablet, der auf Linux läuft, WiFi-fähig ist und einen USB-Anschluss besitzt. Das war auch einer der wichtigsten Gründe für den Kauf, denn die proprietären Anschlüsse, wie beim Apple iPad sind für die Verwendung in Projekten nicht wirklich hilfreich. Wir entwickeln oft HTML-Prototypen, welche über den USB-Port auf das Gerät gespielt werden, um dann durch die Benutzer getestet zu werden. Das geht mit dem iPad noch nicht so einfach.

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Ich hier, du nicht – zum Zweiten
Methoden, die “remote”, d.h. via Fernübertragung durchgeführt werden, erfahren bei der soultank AG aktuell eine Neuauflage. Wir führten bereits einen Bedürfnisanalyse-Workshop in ähnlicher Weise durch (siehe dazu früheren Blogeintrag). Nun folgten in dem gleichen Kundenprojekt Remote-Usability-Tests mit 5 Testpersonen aus Frankreich und Deutschland. Ich befand mich als Testleiter dabei in Zug.
Für einen gestandenen Usability-Testleiter wie mich, war das natürlich eine spezielle Erfahrung. Testpersonen, die nicht gleich neben mir oder maximal hinter einer Wand mit Einwegsichtspiegel des Usability-Labors sitzen, sondern effektiv kilometerweit weg sind und ein Produkt ohne direkten Kontakt ausser über das Internet beurteilen, sind etwas sehr Spezielles!

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Kleine Änderung mit grosser Wirkung: die „Spiral Eye Needle“
Nähnadeln sind seit der Altsteinzeit als hilfreiches Werkzeug bekannt. Jeder passionierte Näher oder jeder, der je nur einen Handarbeitskurs besucht hat, weiss aber auch um die Tücken dieser handwerklichen Tätigkeit. Eine davon betrifft das Einführen des Fadens in das Nadelöhr. Man kann sich nur schwer vorstellen, für wieviel Ärger, Wut und Verzweiflung diese „simple“ Aufgabe in der Menschheitsgeschichte bereits gesorgt hat. Pam Turner, eine Frau aus Minnesota (USA) ist nun ausgezogen, diesem Umstand ein Ende zu setzen und damit die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Touch-Technologien – Intuitiv bedienbare Benutzungsoberflächen

Beispiel für Multitouch mit Infrarotgitter
Touchscreens, wohin das Auge reicht: Drucker, iPhone, POS-Systeme wie Selbstbedienungskasse, Fahrkartenautomat und Quick Check-in am Flughafen sind nur einige Beispiele. Schöne neue Welt?
Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir uns etwas näher mit dem Thema Touch-Technologien auseinandersetzen.
Touchscreens sind eigentlich nichts anderes als berührungsempfindliche Displays, Bildschirme oder Monitore, die der Benutzer über die direkte Berührung mit Finger oder Zeigestift steuern kann. Sie vermitteln den Eindruck einer direkten Interaktion zwischen Benutzer und System, da bei ihrer Bedienung auf ein digitales Eingabesystem, wie etwa Maus oder Tastatur verzichtet werden kann. Gerade dies ist der grosse Vorteil beim Einsatz von Touchscreens, da so das Nutzungserlebnis direkter wahrnehmbar wird und wesentlich stärker in den Vordergrund tritt.
Kommerzielle Touch-Technologien gibt es bereits seit den 1970er Jahren. Doch gerade in den letzten Jahren rückten bekannte Vertreter wie das iPhone von Apple oder das Surface-System von Microsoft diese Technologie wieder ins Zentrum des Interesses.

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Workshop mit Aaron Marcus zum Thema Cross-Cultural User Experience
Dienstagmorgen nach meinen Ferien. Was wird mich wohl erwarten. Gehört und gelesen habe ich von Aaron Marcus schon einiges und in Denver an einer Konferenz habe ich ihn auch schon live erlebt, doch einen ganztägigen Workshop habe ich doch noch nie bei ihm gemacht.
Das Thema, das Aaron Marcus seit langem beschäftigt und in dem er von der Community als Experte betrachtet wird, sind die interkulturellen Aspekte im Bezug auf die Interaktion zwischen Mensch und Computer.

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Ich hier, du nicht: Workshop einmal anders
Workshops sind oftmals die Methode der Wahl, wenn es darum geht, unterschiedliche Meinungen zu einem Gegenstand abzuholen und in einer Gruppe Lösungen zu erarbeiten. Ist der Workshop gut vorbereitet und geleitet, ergibt sich meist eine spannende Diskussion unter den Teilnehmern, aus der sich konkrete Ergebnisse ableiten lassen. Workshops zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sich verschiedene Personen zur selben Zeit im selben Raum treffen. Zumindest war das einmal so, denn wie das folgende Beispiel zeigt, muss zumindest eine der beiden Voraussetzungen dank modernster Technik nicht mehr zwingend gegeben sein.

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