Hausbesuche von Dr. Uhr

Intranet-Projekte sowie Felduntersuchungen und Arbeitsplatzanalysen bei Mitarbeitenden in Unternehmen, sind für uns Mitarbeiter der soultank AG alltäglich. Doch das Durchführen von Usability-Walkthoughs bei Testpersonen zu Hause kommt seltener vor.

Herr Dr. Uhr auf "Hausbesuch" © Mohr

Für ein Internet-Projekt, bei dem es um das Redesign eines spezifischen Teils einer grösseren Website ging, wurden vom Auftraggeber Usability-Walktroughs direkt bei den Benutzern zu Hause mit ihren eigenen Computern vorgeschlagen. Bei Usability-Walktroughs handelt es sich um Usability-Tests, bei denen der Testleiter in der Nähe der Testpersonen sitzt und sie beim Bearbeiten der Aufgaben beobachtet und allenfalls unterstützt.

Offen und innovativ, wie wir von soultank AG sind, haben wir diese spannende Aufgabe gerne übernommen.

Neben dem Testing war auch das Rekrutieren der Testpersonen ein Teil unseres Auftrags. Wir waren anfangs ziemlich skeptisch, ob die möglichen Testpersonen eine fremde Person, wie Herrn Dr. Uhr zu sich nach Hause lassen. Doch es hat erstaunlicherweise sehr gut geklappt!

Die einzelnen Tests waren insgesamt sehr spannend, denn auf den verschiedenen Computer-Systemen hat sich der zu testende Prototyp natürlich nicht immer gleich verhalten. Doch das bildet natürlich die Realität ab. Nach eigener Aussage empfanden die Testpersonen diese „Hausbesuche“ als sehr positiv. Sie mussten nicht in unser Usability-Labor nach Zug reisen, sondern konnten es sich nach den Tests gleich wieder in den eigenen vier Wänden gemütlich machen.

Die Rolle als Testleiter fühlte sich etwas anders an. Im Gegensatz zu einem Testing in unseren eigenen Räumlichkeiten waren die „Hausbesuche“ anstrengender, denn ich musste mich immer wieder auf eine neue Situation eingestellen.

Fazit des Projekts: „Hausbesuche“ sind eine sehr gute Idee – insbesondere, wenn das zu testende System später effektiv im täglichen Gebrauch zu Hause verwendet wird. Entsprechend können wir für ähnliche Testings „Hausbesuche“ als Testmethode empfehlen. Einen kleinen Wermutstropfen hat das Ganze natürlich schon: Da es nicht angebracht ist, auf den Computern der Testpersonen Programme zur Aufnahme von Bild und Ton für den Test zu installieren, können ausschliesslich die Notizen des Testleiters zur Analyse der Tests herangezogen werden.

Marcel B.F. Uhr

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