Mit kontinuierlicher Nutzer-Einbeziehung zum Erfolg: Arztpraxis-Software „curaPrax“ gewinnt Bronze-Auszeichnung

curaPrax – die webbasierte Praxissoftware – vereinfacht wie kaum eine andere im Schweizer Gesundheitsbereich alle wichtigen Arbeitsprozesse einer Arztpraxis, da sie dank der Unterstützung von soultank AG einfach und effizient zu bedienen ist. Nun der Lohn für die harte Arbeit – „Bronze“ in der Kategorie „Usability“ beim Best of Swiss Web Award 2015.

Benutzungsfreundlichkeit als Schlüssel zum Erfolg: soultank AG unterstützt die Swisscom Health AG von Anfang an kontinuierlich dabei, die Themen Usability, User Experience und User Centred Design optimal umzusetzen. Neben klassischen Methoden des User Centred Designs wie Contextual Inquiries, Cardsorting und Usability Tests begleitet soultank AG mit Interaction Design, konzeptionellen Ausarbeitungen und Entwicklungsbegleitung im SCRUM-Prozess.

Herausforderungen und Ziele des Projekts

Zu Beginn des Projekts musste Know-how aufgebaut werden, um zu verstehen, welche Bedürfnisse Ärzte und medizinische Paxisassistenten innerhalb einer Arztpraxis aufgrund ihrer täglichen Arbeit haben und welche Anforderungen sich daraus an eine webbasierte Arztpraxis-Software ergeben.

Auch mussten viele hoch komplexe Arbeitsprozesse (z.B. die Arbeit mit der elektronischen Krankengeschichte, die Leistungserfassung, die Anzeige und Verarbeitung von Laborresultaten) benutzungsfreundlich und intuitiv verständlich in die Software integriert werden.

Da der Entwicklungsprozess mit SCRUM umgesetzt wurde, musste in einem Vorprojekt im ersten Schritt die konzeptionelle Grundlage geschaffen werden, um curaPrax grundlegend zu entwickeln. In einem zweiten Schritt wurde curaPrax dann kontinuierlich während der Entwicklung mit User Centred Design unterstützt.

Lösung

Die Entwicklung einer inhaltlich neuen, webbasierten Software für Arztpraxen, die z.B. eine elektronische Krankengeschichte (eKG) beinhaltet, erforderte eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Arbeiten, um die Benutzerperspektive optimal in das Projekt einzubeziehen. Dafür wurde der „User Centred Design“-Ansatz gewählt und mit ihm die ISO 9241-210 als Vorgehensmodell.

Folgende Methoden wurden eingesetzt, um Benutzerbedürfnisse und -anforderungen optimal einzubeziehen:

Das Vorprojekt

  • Contextual Inquiries (Arbeitsplatzbeobachtungen): Um einen Einblick in die „Welt der Arztpraxen“ zu erhalten und zu beobachten, wie diese im Alltag arbeiten und welche Prozesse erledigt werden müssen.
  • Offenes und geschlossenes Cardsorting: Um einen Einblick in die Denkweise von Ärzten und medizinischen Praxisassistenten zu erhalten, wie diese Informationen strukturieren und kategorisieren. Dies in Form von Workshops, in denen Diskussionen und Fragen möglich sind sowie mit einer Online-Umfrage, um eine Bestätigung zu erhalten.
  • Use Cases Workshops: Um die analysierten Anforderungen erstmals in Form von Flussdiagrammen kenntlich zu machen und um einen besseren Überblick zu haben, welche Arbeitsprozesse unterstützt werden sollen.
  • Entwicklen von Interaktions- und Inhaltskonzepten: Damit theoretische Ideen in die Praxis umgesetzt werden können.
  • Prototyping: Damit eine visuelle Repräsentation vorhanden ist, die im Projektteam diskutiert und mit repräsentativen Nutzern getestet werden kann.
  • Iterative Usability-Walkthroughs: Um von repräsentativen Nutzern zu erfahren, ob sie mit dem erstellten Konzept ihre erforderlichen Arbeitsprozesse effizient und zufriedenstellend erledigen können und die Nutzung Freude macht.
  • Erstellen von Guidelines: Damit sich Autoren, Designer und Entwickler an Richtlinien halten, in denen detailliert beschrieben wird, wie die vorhandenen curaPrax-Interaktionselemente zu verwenden sind.

Kontinuierlich während der Entwicklung

  • Usability Coaching: Zur Weiterentwicklung des Interaktionskonzepts, zur Verbesserung bestehender Inhalte und zur Konzeption neuer Inhalte.
  • Expert Reviews: Um die Qualität der User Experience auch während der Entwicklung zu gewährleisten.
  • Best-Practice-Analysen: Um zu analysieren, was Mitbewerber gut machen und was für curaPrax zu vermeiden ist.
  • Usability-Walkthroughs: Um von repräsentativen Nutzern zu erfahren, ob sie mit dem erstellten Konzept ihre erforderlichen Arbeitsprozesse effizient und zufriedenstellend erledigen können und die Nutzung Freude macht.
  • Unterstützung des Product Owners aus User Experience Sicht während der Sprint-Meetings im SCRUM-Prozess: Um die User Experience jederzeit zu gewährleisten und aufkommende Fragen aus der Entwicklung zu beantworten.

„Den User Centred Design Ansatz zu wählen und ihn in das Entwicklungsvorgehen nach SCRUM zu integrieren war ein wichtiger Erfolgsfaktor, um in kurzer Zeit ein Produkt auf den Markt zu bringen, das die Arztpraxen optimal in ihren Arbeitsprozessen unterstützt. Wir haben bisher ausserordentlich gute Resonanz von verschiedenen Arztpraxen erhalten.“

Ulrike Meyer, Product Manager, Swisscom Health AG

Nutzen

Eine auf Benutzerbedürfnisse aufgebaute webbasierte Arztpraxis-Software zu entwickeln und in kurzer Zeit auf den Markt zu bringen, erfordert ein gewisses Mass an Aufwand. Aufwand vor dem die Swisscom Health AG nicht zurückgeschreckte. Sie ging diesen Schritt mit uns als kompetenten Partner im Bereich „User Centred Design“ sowie weiteren Partnern im Bereich des visuellen Designs und technischer Implementation. Dies alles integriert in das agile Entwicklungsvorgehen „SCRUM“. Der jetzige Erfolg und die positiven Rückmeldungen aus den Arztpraxen zu „curaPrax“ geben diesem Vorgehen recht. Neben anderen Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass curaPrax erfolgreich wird, ist es wichtig, zu Beginn aller Arbeiten eine gezielte Anforderungsanalyse durchzuführen.

 

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Unic AG (visuelles Design) und Triboni AG (technische Implementation) durchgeführt.

Link zur webbasierten Arztpraxis-Software:
curaPrax- Swisscom Health AG

 

Möchten auch Sie ein neues Produkt konzipieren oder die Bedienung verbessern?
Gerne unterstützen wir Sie. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.