Tipps und Learnings der Mobile User Experience Conference (MOBX) 2016

Am 9.September 2016 fand die jährliche MOBX in Berlin statt. Zehn UX-Fachpersonen aus aller Welt gaben ihr Wissen zu den Themen «Mobile User Experience» und benutzungsfreundlichen Interfaces, im speziellen «Conversational Interfaces», weiter. soultank AG war auch dabei. Wir haben einige Highlights der Konferenz für Sie zusammengefasst.

Thorsten Jonas: UX on the big Screen

Was ist bei grossen interaktiven Bildschirmen zu beachten?  Lesen Sie hier einige Tipps dazu.

  • Reduzieren Sie den Inhalt!
  • Beachten Sie, dass das Gesichtsfeld der Benutzer nur ein Bruchteil des ganzen Bildschirmes ausmacht. Um den Inhalt zu erfassen, muss der Benutzer zwei Schritte zurückgehen. Möchte der Benutzer anschliessend einen Button auf dem Bildschirm antippen, muss er sich dem Bildschirm wieder nähern. Vermeiden Sie ein solches «Hin-und-Zurück-Gehen».
  • Auf Bildschirmen mit Touch-Bedienung ist es für die Benutzer schwieriger zu sehen, welche Elemente wählbar sind. Zeigen Sie den Benutzern die interaktiven Bereich sehr deutlich.
  • Steuern Sie den Fokus der Benutzer durch Elemente, die sich bei Berührung bewegen.
Beispiel eines interaktiven Scrrens in einem Museum (Quelle: Vortrag von Thorsten Jonas, MOBX 2016)
Beispiel eines interaktiven Screens in einem Museum (Vortrag von Thorsten Jonas, MOBX 2016)

Tanya Kraljic: Conversational Interfaces

Conversational Interfaces werden zunehmend in den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen eingesetzt, wie beispielsweise in der Spielzeugherstellung. Der Spielzeughersteller Matell hat mit «Hello Barbie» eine Puppe entwickelt, die nicht nur mit den Kindern spricht, sondern gar individuelle Antworten geben kann und sich merkt, was die Kinder sagen (Lernen).

Hier ein Video dazu:

 

Eine weitere Entwicklung in dieser Richtung sind sogenannte «Chatbots», textbasierte Dialogsysteme bzw. virtuelle Assistenzsysteme. Ein Beispiel ist der Ikea-Avatar Anna, der direkte Fragen der Benutzer beantwortet. Andere Chatbots sind eher im Hintergrund tätig und unterstützen die Benutzer in ihrem Alltag (vgl. virtueller Buttler).

Chatbots können Flüge, Taxis, Restaurants für uns buchen –  und vieles mehr.

Ein Beispiel dazu:

Beispiel eines Chatboks von Facebook Messenger (Kauf eines Konzert-Tickets). Quelle: https://medium.com/chris-messina/2016-will-be-the-year-of-conversational-commerce-1586e85e3991#.p19hqeten
Beispiel eines Chatboks von Facebook Messenger (Kauf eines Konzert-Tickets). Quelle: https://medium.com/chris-messina/2016-will-be-the-year-of-conversational-commerce-1586e85e3991#.p19hqeten

 

Für den Erfolg der Chatbots spielt die User Experience eine enorm wichtige Rolle! Lesen Sie im Folgenden, was Sie bei Chatbots beachten sollten.

  • Der Chatbot muss vertrauenswürdig sein und einen echten Mehrwert für den Benutzer bieten
  • Der Dialog bzw. die Sprache muss auf den Benutzer zugeschnitten sein
  • Der Kontext, indem der Chatbot verwendet wird, ist wichtig und bestimmt die Persönlichkeit des Chatbots
  • Eine Konversation ist viel mehr als der blosse Austausch von Informationen. «A conversation is a shared interaction», Tanya Kraljic (Nuance).

Zusammengefasst heisst dies für Conversational Interfaces, dass diese sich noch mehr auf die Benutzer und deren Bedürfnisse konzentrieren müssen. Fähig- und Fertigkeiten der Benutzer sowie der Nutzungskontext sind wichtige Bestandteile, die zu beachten sind.

Hier finden Sie weitere Blogs zum Thema:

Was denken Sie über Conversational Interfaces und Chatbots?

Stefanie Friedli

 

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