4 Dinge, die ich beim Betreuen von Schnupperlehrlingen gelernt habe

Während einigen Tagen hatten uns drei Schnupperlehrlinge besucht. Das war das erste Mal, dass soultank AG Schnupperlehrlingen seine Türen geöffnet hat. Sowohl die Schüler als auch deren Betreuer Remo Bertschinger konnten neues lernen.

Komplexes einfach erklären z.B. mit Bildern

Dinge einfach formulieren – oder lieber zeichnen

Etwas vom schwierigsten war es, komplizierte Dinge in einer kurzen Zeitspanne einfach zu erklären. Sobald Wörter fielen, die die Schnuppernden nicht kannten, hatten sie Mühe, zu folgen. Häufig habe ich Beispiele zur Erklärung verwendet und versucht, an Erfahrungen, die die Lernenden schon hatten, anzuknüpfen. Für das Erklären hätte rückblickend mehr Zeit in die Vorbereitung investiert werden müssen, da es sich schwieriger als erwartet herausstellte.

Probleme konnten oft durch zeichnerisches Darstellen behoben werden. Dies war eine Alternative zum blossen Erklären und gab den Lernenden etwas, an dem sie sich „festhalten“ konnten.

Learning by doing

Statt die Schnuppernden während ein, zwei Stunden mit blosser Theorie vollzuquasseln, sollte man sie lieber während circa einer Viertelstunde instruieren und anschliessend selbstständig etwas erarbeiten lassen. Dies setzt aber auch voraus, dass man bereit ist, vermehrt Fragen zu klären, die während der Arbeit entstehen. Sobald Instruktionen länger als eine Stunde dauern, stellen die Lernenden schnell mal ab und sind nicht mehr fähig, das gehörte aufzunehmen. Zudem haben sie den Wunsch, selber etwas zu erarbeiten, produktiv zu sein.

Keine Angst, Fragen zu stellen

Zum Fragestellen animieren

Häufig sind die Schnupperlehrlinge anfangs relativ scheu und haben Mühe, aus sich heraus zu kommen. Es kommt sicher vor, dass Fragen aus Verlegenheit nicht gestellt werden. Dies sollte man sich beim Betreuen stets im Kopf behalten. Dinge, die einem selbstverständlich erscheinen, sind für einen Aussenstehenden unklar. Deshalb immer wieder fragen: Ist alles klar? Alles verstanden? Noch Fragen? Und so versuchen, die Schüler zum Fragestellen zu bewegen.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Wie überall. Die Vorbereitung gibt mehr Arbeit, als man denkt. Software auf diversen PCs bereitstellen, Login-Daten erstellen, Arbeiten für die Lernenden einplanen, Präsentationen vorbereiten und vieles mehr. Beim Erklären des Informatikbereichs würde ich rückblickend mehr Zeit investieren. Das Ziel für das nächste Mal sollte sein, Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher zu erklären.

Remo Bertschinger

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